Projekt


Fragmentierung der Gesundheitsversorgung und Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung

Wir untersuchen die Auswirkungen der Fragmentierung der Versorgung auf die Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung und die gesundheitlichen Ergebnisse. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Gesundheitsversorgung immer mehr spezialisiert. Während die Spezialisierung es den Ärzten ermöglicht hat, sehr komplexe Krankheiten zu behandeln, hat sie die Koordination zwischen verschiedenen Teilen des Gesundheitssystems verringert. Die damit verbundenen Probleme werden wahrscheinlich bei besonders gefährdeten Patientengruppen stärker ausgeprägt sein. Wir werden die Fragmentierung der Versorgung im Hinblick auf die Marktstruktur, die Wechselwirkungen zwischen ambulanter, stationärer und Langzeitversorgung und die Wirksamkeit gezielter Maßnahmen in zwei Gesundheitssystemen, Deutschland und Schweden, untersuchen. Zunächst werden wir den Grad der Fragmentierung in der ambulanten Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und die Folgen von organisatorischen Veränderungen der Marktstruktur analysieren. Dazu werden wir untersuchen, wie der Grad der Fragmentierung der Versorgung mit Krankenhauseinweisungen aufgrund von kontraindizierter pharmazeutischer Behandlung zusammenhängt. Zweitens wird sich das Projekt mit Übergängen von stationärer zu ambulanter Versorgung für Patienten mit psychischen Erkrankungen befassen. Wir werden den Effekt von Fragmentierung der ambulanten Pflege auf Krankheitstage, Kosten und stationäre Folgeaufenthalte, für eine Kohorte von Patienten die im Jahr 2017 einen stationären Aufenthalt im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung hatten, untersuchen. Drittens werden wir die Rolle der Fragmentierung an der Schnittstelle zwischen kurativer und Langzeitversorgung älterer Menschen untersuchen, um zu prüfen, inwieweit die Einführung einer nationalen Initiative zur Verbesserung der Koordination zwischen den Anbietern den beabsichtigten Effekt hatte, die Auswirkungen der Fragmentierung abzuschwächen. In allen drei Projekten werden Veränderungen in der institutionellen Struktur des Gesundheitssystems genutzt, um kausale Effekte zu identifizieren.

Projektleiter
Martin Karlsson

Martin Karlsson

Wissenschaftler


+49 (201) 183 3716

Team

Boris Augurzky

Boris Augurzky

Wissenschaftler


+49 (201) 8149 203

Katharina Blankart

Katharina Blankart

Wissenschaftlerin


+49 (201) 183 4403

Jan Böhnke

Jan Böhnke

Wissenschaftler


+44 (1382) 386424

Christoph Kronenberg

Christoph Kronenberg

Wissenschaftler


+49 (0201) 183-6460