Projekt


Langfristige Produktivität im deutschen Krankenhauswesen

Das Angebot medizinischer Leistungen variiert zwischen den Regionen in Deutschland. Insbesondere zwischen den Bundesländern unterscheidet sich das medizinische Angebot im Krankenhaussektor deutlich. Solche Unterschiede im Angebot können u. a. auf Unterschieden in der Demografie, in der Erreichbarkeit der Leistungserbringer oder in der Morbidität der Bevölkerung zurückgeführt werden. Aber auch die unterschiedliche Krankenhaus-Planung zwischen den Ländern kann diese regionalen Unterschiede verursachen. Die Krankenhausplanung in Deutschland ist föderal organisiert und obliegt den Ländern, sodass die Länder autonom über die Kapazitäten, Standorte und Spezialisierungen entscheiden können. Darüber hinaus sind die Länder selbst für die Investitionsfinanzierung zuständig, mit der sie den Kapitalstock im Krankenhauswesen beeinflussen können.

In der Produktionsfunktion von Krankenhäusern werden die Inputfaktoren Arbeit (Ärzte, Pflegekräfte) und Kapital (Gebäude, medizinisch-technische Anlagen) in einen Output (Anzahl behandelter Patienten) überführt. Regionale Unterschiede zwischen den Inputs und dem Output, aber auch im Substitutionsverhältnis zwischen den Inputs, können sich auf die Produktivität im Krankenhauswesen niederschlagen. Dieses Projekt untersucht daher die Totale Faktorproduktivität (TFP) – auch Multifaktorproduktivität genannt – im Krankenhauswesen. TFP-Wachstum bildet Änderungen des Outputs ab, die sich nicht durch Änderungen der Inputfaktoren erklären lassen.

Dieses Projekt hat zum Ziel das langfristige TFP-Wachstum zwischen 1955 bis 2015 auf Ebene der Länder abzubilden. Es sollen regionale Unterschiede in der Produktivität dargestellt werden und die Determinanten des TFP-Wachstums untersucht werden.

Projektleiter
Adam Pilny

Adam Pilny

Wissenschaftler


+49 (30) 2021598-16